Blogroman: 6 – Die Tür

Tom war allein. Abgesehen von dem Chaos im Arbeitszimmer und der Beule am Hinterkopf deutete nichts auf einen Einbrecher hin. Fast nichts. Als er in die kleine Abstellkammer schaute, glaubte er einen schwachen Geruch wahrzunehmen, der ihn an etwas erinnerte, den er aber nicht einordnen konnte. Ein Parfüm vielleicht. Eher einer Frau zuzurechnen.
Tom ließ sich auf seine Couch fallen. Was sollte er jetzt tun? Die Polizei rufen. Das Mobilteil lag auf dem Wohnzimmertisch. Im Arbeitszimmer hätte er es sicher nicht so schnell gefunden. Er wählte schon, als ihm bewusst wurde, dass er kein Freizeichen gehört hatte. Er drückte die rote Taste, dann die grüne. Nichts. Er versuchte es wieder und wieder. Nicht einmal ein Rauschen im Hörer. Er suchte im Arbeitszimmer nach der Basisstation. Sie lag neben dem Schreibtisch, Netz- und Telefonkabel waren durchtrennt. Er griff in die Brusttasche seiner Jacke, die er noch immer am Leibe trug. Sie war leer. Dabei war er sich sicher, dass das Handy noch an seinem Platz gewesen war, als er vor der Tür nach seinem Schlüssel gesucht hatte. Er fand es aber weder in einer anderen Tasche noch dort, wo er aus der Bewusstlosigkeit erwacht war.
Er fluchte, als ihm klar wurde, dass er wohl noch einmal aus dem Haus musste. Am liebsten wäre er einfach ins Bett gegangen. Aber diese Sache machte ihm Angst und er wollte wissen, was dahinter steckte.
Als er die Wohnung verließ, untersuchte er die Tür. Es waren keine Einbruchsspuren zu entdecken. Entweder ein Profi oder jemand hatte den Schlüssel gehabt. Aber seit Lisa sich von ihm getrennt hatte, war er selbst der Einzige, der dafür in Frage kam.

Was bisher geschah

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