Blogroman: 7 – Durchnässt

Tom hatte gar nicht bemerkt, dass es inzwischen zu regnen begonnen hatte. Er zog die Kapuze seines Shirts über den Kopf und die Schultern hoch.
Bis zur nächsten Polizeistation hatte er nur etwa zehn Minuten Fußweg. Er kam sich komisch vor. Würden die ihm überhaupt glauben? Was ihm da passiert war, hätte vielleicht zur Mafia gepasst. Oder zu Geheimdiensten. Stoff für einen Thriller. Wäre er ein erfolgreicher Geschäftsmann oder Anwalt, hätte sich vielleicht niemand gewundert. Aber er war Gebäudereiniger. Immerhin seit einem halben Jahr selbstständig. Dennoch konnte nicht einmal er sich vorstellen, was es in seinem Arbeitszimmer Bedeutendes zu holen gab. Gerade deshalb drängte es ihn, die Polizei einzuschalten. Für die Tat an sich gab es schließlich genug Beweise. Das Motiv herauszufinden war ja wohl deren Aufgabe.
Der beschissene Regen machte ihn nur noch wütender. Er ärgerte sich jetzt doch, dass er für das kurze Stück nicht den Wagen genommen hatte. Jeder andere war mit Besserem beschäftigt, als sich um diese Zeit die Klamotten durchnässen zu lassen. Nur noch zwei Straßen und er würde seinen Frust ausschütten können. Irgendetwas stach ihm in den Rücken. Er wollte sich umdrehen.
„Stopp! Keine Bewegung! Hände hoch!“

Was bisher geschah

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