Blogroman: 20 – Leichtgewicht

Sie hielt sich an keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Tom schielte zu Mona, fragte sich, warum ihn diese Frau derart einschüchterte. Fast noch mehr, als es Boss getan hatte.
Er war ein ganzer Kerl. Den Beinamen Terminator hatten ihm seine Kollegen ja schließlich nicht umsonst gegeben. Er war ziemlich durchtrainiert und brachte trotzdem sicherlich an Gewicht mehr als das Doppelte seiner Befreierin auf die Waage. Dass er sich kaum traute, sie anzusprechen, war eigentlich albern. Er gab sich einen Ruck. „Wissen Sie, was es mit diesem Art… Arti… Artefarkt auf sich hat?“
„Artefakt. Es ist besser, wenn Sie so wenig wie möglich darüber wissen.“
Sie hatte ihn nicht einmal angeschaut. Er dagegen hätte am liebsten jeden Zentimeter von ihr genauer in Augenschein genommen. Noch einmal raffte er sich auf. „Und wer ist Boss?“
„Für sie gilt das Gleiche wie für das Artefakt.“
„Warum wollten Sie mich dann unbedingt mitnehmen, wenn Sie mir nichts erzählen.“ Für einen Moment kam ihm die absurde Antwort in den Sinn: „Weil Sie mir so gut gefallen.“
„Möglicherweise brauche ich Sie noch. Wenn ich das Artefakt habe, trennen sich unsere Wege. Und Sie sollten mich schnellstens vergessen!“
Seltsamerweise fühlte es sich an wie ein Korb. Der Verdacht stieg in ihm hoch, dass er sich um ganz andere Dinge sorgen sollte. Um Lisa zum Beispiel.
„Sagen Sie mal, träumen Sie? Wo lang?“
Der schneidende Tonfall in Monas Stimme brachte ihn dazu, sich kerzengerade hinzusetzen. Er blickte sich um. „Links. Nach links. Wir sind gleich da.“

Was bisher geschah

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