Mc Pom Fritz: Die Harte

Schönheit ist nicht alles, ne. Das sagt Wolf. Ich hab euch doch erzählt, dass die oberste Chefin bei mir auf Arbeit Frau Hart ist, ne? Die ist echt schön. Aber Wolf hat recht: So nett, wie ich erst dachte, ist die gar nicht. Die hat sich zum Beispiel noch nie mit mir unterhalten. Die ist ja auch gar nicht immer da. Aber wenn sie da ist, ne, dann spricht die nur mit Herr Pfeifer, also meinem direkten Chef. Und der kommt dann zu uns. Und dann gibts meistens noch mehr Arbeit als sowieso schon.

Manchmal denk ich fast, ich mag die gar nicht, die Hart. Jeder sagt nur „die Harte“ zu ihr. Wenn der Chef nicht hinhört, ne. Jedenfalls kann ich mich gar nicht mehr so richtig freuen, wenn ich die Harte sehe. Obwohl die so gut aussieht.

Das letzte Mal hab ich dann einfach gedacht, dass Arielle bestimmt genauso gut aussieht. Ich hab sie ja nur ganz kurz gesehn. Aber ganz bestimmt! Und dann hab ich wieder dran gedacht, was meine Schwester gesagt hat. Dass ich in die Hufe kommen soll und so. Und das werd ich jetzt auch! Ihr werdet sehn, ne!

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz

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Der Geisterorden: 51 – Pantoffelheld

„Sie sind weg, Boss!“
Noch immer verspürte Karl ein wenig Groll, wenn einer seiner Jungs ihn fast schon ignorierte, sobald seine Frau anwesend war. Aber er konnte nichts dagegen unternehmen. Er war nur so lange der Chef, solange Brigitte nicht in der Nähe war. Einer der führenden Köpfe des Ordens und doch nur ein Pantoffelheld.

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Mc Pom Fritz: In die Hufe

Ich bin sehr nachdenklich, ne. Letztes Wochenende hat mich Katha abgeholt. Meine Schwester, ihr wisst schon, ne? Damit ich meine Mutti besuchen konnte. Hab sie ja lang nicht gesehen. In der Woche muss ich arbeiten und am Wochenende fahren keine Busse, ne. Und meine Mutti reist ja nicht so gern.

Jedenfalls war Katha ganz entsetzt, als sie bei mir war. Weil sich noch nichts verändert hat, seit ich hier eingezogen bin. In der Küche die Spüle, der alte Kühlschrank und der Miniofen. Im Schlafzimmer die Matratze und im Wohnzimmer Muttis altes Sofa. Und die zwei Kisten mit meinem Zeug. Und das Telefon, damit ich Mutti jeden Tag anrufen kann, ne.

Ob ich mir denn von meinem Geld noch nichts angeschafft hab, wollte sie wissen. Doch, den Campingstuhl für den Balkon, sag ich. Und dass ich ja kein Auto hab, ne. Aber sie könnte mich doch fahren. Ich müsste halt mal ’n Ton sagen. Und Führerschein wär ja auch nicht schlecht. Wenigstens ’n Fahrrad. Ich sollte endlich mal in die Hufe kommen.

Ich denk jetzt halt, sie hat recht, die Katha, ne. Ich mein, was mach ich schon groß, außer arbeiten? Freitags im Supermarkt einkaufen.

Und besonders gemütlich ist’s hier auch nicht. Was, wenn mal Besuch kommt? Ich hab ja nicht mal ’n Fernseher, ne.

Und Arielle hab ich auch noch nicht wiedergesehen.

Ich muss noch bisschen weiter nachdenken.

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz