Blogroman: 15 – Fahrrad fahren

Mona hasste diese Aufträge auf den letzten Drücker. Selbst, als sie noch aktiv im Geschäft gewesen war, hätte sie sich mehr Vorbereitungszeit gewünscht, nun aber war sie schon seit Jahren raus und musste sich sowieso erst wieder einfinden.
„Es ist wie Fahrrad fahren“, hätte Rainer zu ihr gesagt. „Man verlernt es nicht.“
Nur, dass man beim Fahrradfahren nicht ständig sein Leben riskierte. Nicht mehr jedenfalls, als man es sowieso schon tat, wenn man morgens aufstand.
„Hier ist es“, sagte der Taxifahrer.
Taxi, Flughafen, Taxi, dachte Mona, während sie dem Fahrer einen Schein reichte. So schnell hat einen die Vergangenheit eingeholt.
„Sind Sie sicher, dass Sie hier aussteigen möchten?“ Er schaute Mona an, als habe er ein zartes Kälbchen zur Schlachtbank gefahren.
„Auf Wiedersehen.“

Was bisher geschah

Blogroman: 13 – Keine Umwege

Mona erreichte das Hotel gar nicht erst. Kurz nachdem sie ins Taxi eingestiegen war, kam der Anruf. Offenbar waren ihre Auftraggeber selbst durch die Ereignisse überrascht worden. Zumindest hatten sie nicht mit der Geschwindigkeit gerechnet, mit der sie sich entwickelten.
„Zum Flughafen!“, lautete daher Monas kurzer Befehl an den Taxifahrer.
Glücklicherweise hatte sie ihr wichtigstes Utensil bei sich: Ihr Laptop. Und ihre Kreditkarten, um alles weitere zu kaufen. Der Vorschuss war bereits auf dem Konto. Die Spesen flössen in die Endrechnung.

Was bisher geschah