Messe

Im Moment gibt es nicht viel Neues vom Schreibtisch, zumindest was das Schreiben betrifft. Ich habe einfach so viel anderes zu tun. Ganz aktuell texte und lektoriere ich hauptsächlich. Immerhin freue ich mich schon sehr auf die Buchmesse nächste Woche, ganz besonders natürlich darauf, ein paar liebe Kollegen zu treffen, allen voran meine Liebste.

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Zurück

Seit gestern bin ich aus Frankfurt zurück. Genau sechs Stunden hat die Heimfahrt gedauert. Der für mich wichtigste Termin, das Gespräch mit der Verlagslektorin von PersonalNovel, ist sehr gut verlaufen.

Wichtig für das Wohlbefinden und gleichzeitig Inspiration waren die vielen Gespräche mit Autorenkollegen sowohl auf der Buchmesse als auch auf dem BuchmesseCon. Und sich von der lieben Oma ein bisschen verwöhnen zu lassen, hat schließlich auch seinen Reiz.

Grüße aus Frankfurt

Dies sollen nur kurze Grüße aus Frankfurt sein, denn bisher ist noch nicht viel passiert.

Gestern bin ich angekommen, heute ist „Omatag“, morgen geht es zum ersten Mal zur Buchmesse.

Im Moment warte ich einfach auf die bestellte Pizza, die es zu einem späten Mittagessen geben soll.

Ansonsten versuche ich nebenher ein bisschen zu arbeiten, was nicht einfach ist, wenn Oma erzählt. Immerhin konnte ich vorhin noch einen Auftrag abschließen.

Bis demnächst,
Ben

Das Geschäft auf dem WC

Foto: happydancing

Foto: happydancing

Der größte Tank kann einen nicht davor bewahren: Manchmal muss man auf der Autobahn einfach eine Zwischenstation einlegen. Eben weil man mal muss. Und schon ist man in den Händen der Abzocker!

Die A 7. Auf der Rückfahrt von Frankfurt nach Rostock. Die Anzeige verspricht einen noch beruhigend vollen Tank. Doch je näher man Hamburg kommt, desto schleichender wird der Verkehr. Im Stau schließlich stirbt die Hoffnung, man könne der Blase befehlen, noch bis zum heimischen Klo durchzuhalten.

Endlich eine Raststätte! Vorbei an der Tankstelle zum gut gefüllten Parkplatz. Dann, schon auf dem Weg, noch einmal umkehren. Das Geld nicht vergessen! Schließlich soll die freundliche Klofrau nicht leer ausgehen. Nun gut, so naiv denkt vermutlich keiner mehr. Klofrauen, freundlich oder nicht, gehören ganz sicher zu einer aussterbenden Spezies. In ein paar Jahren weiß niemand mehr, was das überhaupt ist.

Geld nicht vergessen!

Aber das Geld braucht man natürlich trotzdem. Denn ist man erst einmal durch den Einkaufs- und Gastronomiebereich hindurch, sieht man, wie sich die Bedürftigen an gleich drei Schranken-Automaten drängen, die an die Vorrichtungen in den Frankfurter U-Bahnhöfen erinnern. „SANIFAIR“ lässt sich überall lesen. Fairness wird offenbar großgeschrieben, wenn auch die arbeitslosen Klofrauen davon wenig haben.

Dann der Schock! 70 Cent möchte der Wechselautomat haben, damit man in das SANIFAIR-Reich eintreten darf. An die 30 Cent kann man sich mit Mühe noch erinnern, über die 50 Cent meckert man kaum noch, aber 70 Cent?

Ausgeklügelte Gutschein-Politik

Doch dann die Erleichterung vor der Erleichterung. Man bekommt 50 Cent wieder zurück. In Form eines Gutscheins, den man in der Raststätte für Speisen, Getränke und im Shop einlösen kann. Nicht nur an dieser Raststätte, sondern bundesweit an allen, die am SANIFAIR-System teilnehmen. Für die eigentliche Toilettenbenutzung zahlt man demnach nur noch 20 Cent! Es ist also billiger geworden, auf Deutschlands Autobahnraststätten aufs Klo zu gehen.

Vorausgesetzt man hat Hunger, Durst oder will noch shoppen gehen. Man sollte also tunlichst den Proviant zu Hause lassen und sich den Kofferaum erst hier mit allem möglichen unnützen Zeugs vollknallen. Sonst weiß man ja nicht, wofür man seinen Toilettengutschein verwenden soll.

Pfeffer an der Kasse

Und man sollte bei den Preisen in der Raststätte ein Auge zudrücken, denn essen, trinken und einkaufen sind an so einem Ort höchst exklusiv. Selbst das Selbstbedienungsrestaurant scheint sich mit der Sternegastronomie messen zu wollen, anders lässt sich die ausgefallene Preisstruktur einfach nicht erklären. Innerstädtische Tankstellen sind sicher weit von Discountern entfernt, aber im Vergleich zu einem solchen Angebot kann man sie getrost als Schnäppchenmarkt bezeichnen.

Glücklicherweise hat man ja 50 Cent von oben. Oder genauer gesagt aus der Keramik. So kommt man also für einen kombinierten Toilettengang mit Bockwurst und Brötchen für ganz knapp unter drei Euro davon. Wer jetzt rechnet, wird entdecken, dass er dafür problemlos zweimal in die WC-Welt von SANIFAIR eindringen könnte, wenn er sich die Gutscheine an die Wand nagelt und stattdessen seine Bockwurst inklusive Brötchen beim heimischen Imbiss kauft.

Leistung kostet auch auf dem Klo

Das hat den Vorteil, dass man essen kann, wenn man Hunger hat, und nicht, wenn man muss. Im doppelten Wortsinn. Denn wer nicht regelmäßig auf Autobahnraststätten angewiesen ist, wird wohl kaum SANIFAIR-Gutscheine sammeln, um sie möglicherweise während einer anderen Fahrt einzusetzen. In dem Fall kostet der zwar sehr hygienische, aber auch nicht unglaublich luxeriöse Gang aufs Klo eben 70 Cent.

Tank & Rast begründen die Aufstockung des Preises mit „dem deutlich verbesserten Leistungsumfang von SANIFAIR“. Da fragt man sich doch, ob das Management damit rechnet, dass kaum jemand seinen Gutschein einlöst, oder ob die Kosten für den SANIFAIR-Unterhalt in der Bockwurst stecken. Ich würde die Klofrau fragen, aber die ist ja längst eingespart.

Am Wuseln

Zur Zeit läuft vieles kreuz und quer und es ordnet sich nur allmählich.

Schreibtechnisch wird es für mein aktuelles Romanprojekt vermutlich eine Umplanung geben. Der Abgabetermin wird sich wohl verschieben. Genaueres erfahre ich auf der Frankfurter Buchmesse. Ich werde allerdings einfach weiter daran arbeiten, selbst wenn ich dann zu früh fertig sein sollte. Was man hat, das hat man. Und schließlich scharren ja noch weitere Ideen ungeduldig mit den Hufen.

Bei den Bloggeschichten werde ich mal wieder einen Mehrteiler einstellen. Ich muss nur noch das richtige Foto dazu schießen. Es handelt sich um eine Geschichte für die Jüngeren unter uns. Und sie könnte der Auftakt zu einem Jugendroman oder gar einer Serie werden. Wieder eine Idee, die sich zu den bereits vorhandenen gesellt.

Am Wochenende fahre ich aber erst einmal zu dem wahrscheinlich größten Autorentreffen Deutschlands, dem Montségur-Treffen. Wie jedes Jahr warten neben spannenden Lesungen, großartige Seminare und Vorträge auf die Teilnehmer. Und ein bisschen Plaudern darf natürlich auch nicht fehlen.