Der Schlitzer

Der Schlitzer

Der Schlitzer hatte sich gerade mit seinem Schlachtermesser vor der Toilettentür aufgebaut, als er durch die Werbung unterbrochen wurde. Susi entspannte sich und seufzte erleichtert. Sie musste selbst mal aufs Klo. Doch kaum aufgestanden, klingelte das Telefon.

Tine wollte quatschen.
„Tut mir leid, ich will gerade für kleine Königskinder.“
„Dann ruf einfach zurück.“
„Heute kommt doch der Schlitzer im Fernsehen.“
„Du guckst den Schlitzer? Obwohl du heute ganz allein zu Hause bist?“
„Na und? Ist doch nur ein Film.“

Bescheuert! So gern sie Tine hatte, manchmal benahm sie sich wie ein kleines Kind. Susi betätigte den Lichtschalter im Bad. Sie öffnete den Klodeckel und zögerte. Schließlich drehte sie den Schlüssel im Schloss. Bescheuert!

Sie schaute auf die Uhr. Keinesfalls wollte sie die Werbepause überziehen. Beim Griff zum Papier zuckte sie zurück. Ein kratzendes Geräusch aus dem Flur! Sie lauschte angestrengt. Nichts mehr. Kam vielleicht aus der Nachbarw…

Mit dem Papier in der Hand starrte sie auf den Schlüssel, der sich langsam im Uhrzeigersinn drehte.

Des Abends im Gesträuch

Des Abends im Gesträuch

Des Abends im Gesträuch
da wachsen sie heran,
du hörst es am Geräusch,
ein Rascheln schleicht sich an.

Die Sicherheit der Augen
verliert sich wie das Licht,
die Blicke nicht mehr taugen,
erkennst die Wahrheit nicht.

Es gruseln Kreaturen,
erobern deinen Geist,
zwing sie in Strukturen,
damit du dich befreist!