Spielwiese

Hand auf Kissen„Könntest du mir ein Beispiel geben?“, fragte er, indem er gleich einem Fuchs, den der Duft lockt, die Nähe jedoch verschreckt, nach ihrer Hand griff, um dann doch nur, den Blick gesenkt, wie ein Grashalm über die Spitzen ihrer Finger zu streichen.

Sie ließ es geschehen, sah dabei aus dem Fenster und wähnte sich auf der Wiese dort, den leichten Wind im Haar, ein gelber Sonnenstrahl, der ihr die Nase kitzelte, ein grüner Halm, der über ihre Fingerspitzen strich. „Ja“, sagte sie, ohne den Blick von dort, wo ihre Gedanken weilten, abzuwenden.

Und sie griff seine Hand, legte sich, führte das scheue Tier, ihm ein Beispiel zu geben. Ein Beispiel, das sie in ihre Träume führte, die Augen geschlossen, den Genuss nicht zu stören, den er zaghaft suchte, ihr zu verschaffen, da er lernte und gleich dem Grashalm wuchs, ihr ein leises Prickeln zu streicheln auf die Haut.

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Küchenspiele

Küchenspiele

Lisa und Moni umarmten sich.
„Ist der Neue schon da?“, fragte Lisa.
„Ja, er war mehr als überpünktlich. Wahrscheinlich noch ein bisschen nervös.“ Moni lachte. „Ich hab ihm schon mal gezeigt, wo alles steht. Du kannst gleich anfangen, ihn einzuarbeiten.“
Lisa nickte und ging am Tresen vorbei.
Moni hielt sie am Arm fest. „Ich bin fast ein bisschen neidisch auf dich. Er ist ja ein ganz schnuckeliger.“

Lisa gab nicht viel auf die Einschätzung ihrer Chefin. In den zwei Jahren, die sie jetzt bei ihr arbeitete, hatte sie nahezu jeden Kerl schnuckelig gefunden, wenn er denn nur jünger war als sie.

Als sie die Küche betrat, schluckte sie. Diesmal hatte Moni recht. Nun ja, nicht ganz. „schnuckelig“ war nicht wirklich der passende Ausdruck, für das, was sie jetzt zu sehen bekam. Der Mann war zu groß dafür, aber das fand Lisa alles andere als schlecht. Er wirkte männlich, sportlich und nicht übertrieben muskulös. Seine Augen, dunkel wie die Haare, versprachen Intelligenz und … Zärtlichkeit.

Lisa schaute schnell nach unten, während sich ihr Gegenüber aufrichtete und seine Hände, die eben noch eine Tomate geschnitten hatten, an der blauen Schürze abwischte. Diese Hände! Kaum waren sie in ihr Blickfeld gerückt, schon wünschte sie sie sich auf ihrer Haut. Sie spürte die sanften Fingerkuppen, wie sie unter ihrem Shirt um ihren Bauchnabel kreisten. Sie konnte fühlen, wie sich jedes einzelne Haar an ihrem Körper aufrichtete, roch sein Deo, das den Geruch nach Küche und Schweiß zu überdecken suchte.

„Hi, ich bin Frank.“ Er streckte ihr die Hand entgegen und Lisa starrte sie an. Es kam ihr vor, als seien Stunden vergangen, bevor ihr bewusst wurde, dass sie diese Hand jetzt tatsächlich berühren sollte, wenn auch weit zurückhaltender, als sie es sich eben noch vorgestellt hatte. Sie musste sich räuspern, bevor sie ein leises „Lisa“ herausbekam und zaghaft seine Hand ergriff.

Wieder verharrte sie, wollte den Moment nicht verstreichen lassen. Endlich riss sie sich zusammen und zog die Hand zurück. Den Blick zu Boden gerichtet, wollte sie sich abwenden, doch dann spürte sie erneut seine Hand, die die ihre umschloss.

„Jetzt, da ich dich kennengelernt habe, bin ich froh, dass ich die Chance bekommen habe, hier mit dir zu arbeiten.“ Mehr sagte er nicht, hielt nur weiter ihre Hand.

Für eine Sekunde kam ihr der Gedanke, er sei dreist. Dann erwiderte sie seinen Blick und las in seinen Augen, dass ihre Träume wahr werden würden. Hier in dieser Küche und darüber hinaus.

Für alle Zeit

Foto: ardni

Als er ihre Lippen berührte, spürte er, welche Macht sie über ihn haben könnte, von jetzt an und für alle Zeit. Doch als er in ihre Augen schaute, sah er, dass sie diese nie ausnutzen würde, heute nicht und zu keiner Zeit.

So gab er sich ihr hin, beruhigt und zugleich erregt, begierig auf die neue Erfahrung. Jede Berührung ein Kribbeln auf der Haut und im Herzen. Ihre Fingerspitzen das Spiel junger Gräser im Pflasterstein, ihr Atem der Hauch kühlenden Windes im Bunker, ihre Küsse erfrischende Tropfen in der Wüste.

Und als ihre Blicke ihn in die Kissen lockten, flüsterte sie ihm den Traum einer nahen Zukunft ins Ohr, heute Nacht und für alle Zeit.

Als er ihre Lippen berührte, spürte er, welche Macht sie über ihn haben könnte, von jetzt an und für alle Zeit. Doch als er in ihre Augen schaute, sah er, dass sie sie nie ausnutzen würde, heute nicht und zu keiner Zeit.
So gab er sich ihr hin, beruhigt und zugleich erregt, neugierig auf die neue Erfahrung. Jede Berührung ein Kribbeln auf der Haut und im Herzen. Ihre Fingerspitzen das Spiel junger Gräser im Pflasterstein, ihr Atem der Hauch kühlenden Windes im Bunker, ihre Küsse erfrischende Tropfen in der Wüste.
Und als ihre Blicke ihn in die Kissen lockten, flüsterte sie ihm den Traum einer nahen Zukunft ins Ohr, heute Nacht und für alle Zeit.