Blogroman: 13 – Keine Umwege

Mona erreichte das Hotel gar nicht erst. Kurz nachdem sie ins Taxi eingestiegen war, kam der Anruf. Offenbar waren ihre Auftraggeber selbst durch die Ereignisse überrascht worden. Zumindest hatten sie nicht mit der Geschwindigkeit gerechnet, mit der sie sich entwickelten.
„Zum Flughafen!“, lautete daher Monas kurzer Befehl an den Taxifahrer.
Glücklicherweise hatte sie ihr wichtigstes Utensil bei sich: Ihr Laptop. Und ihre Kreditkarten, um alles weitere zu kaufen. Der Vorschuss war bereits auf dem Konto. Die Spesen flössen in die Endrechnung.

Was bisher geschah

Blogroman: 10 – Versteckspiel am Hauptbahnhof

Es war ihr unbegreiflich, für wie dämlich Frank sie hielt. Sicher, er hatte nicht den leisesten Schimmer, mit wem er es eigentlich zu tun hatte, aber dass sie sein Auto erkennen würde, wenn er ihr damit folgte, sollte er ihr schon zutrauen. Sie musste sich nicht einmal anstrengen, um ihn auf dem Bahnhof abzuhängen. Eine kleine Finte in Richtung der Damentoiletten, den richtigen Moment abgepasst, um sich ungesehen wieder unter die Reisenden zu mischen, und nach nicht einmal fünf Minuten, war sie aus dem Bahnhofsgebäude raus und saß wieder in einem Taxi.
„Hotel Sonne, bitte.“
Nein, eine Herausforderung war Frank wahrlich nicht. Sie blickte auf der Fahrt nicht einmal nach hinten, um sich abzusichern, dass er ihr nicht wieder folgte.

Was bisher geschah

Blogroman: 8 – Planänderung

„Zum Hotel Sonne.“
„Hotel Sonne. Geht klar, schöne Frau. Das schaffen wir schon.“
Mona schenkte dem Taxifahrer über die Sitzlehne hinweg die Andeutung eines Lächelns. Dann schaute sie aus dem der Fahrerseite abgewandten Fenster, was den Mann nicht davon abhielt, sie mit Belanglosigkeiten zu überziehen. Sie antwortete, wo es nötig war, so kurz angebunden wie möglich. Immerhin hinderte er sie so am Nachdenken. Denn nachdenken wollte sie nicht. Schon gar nicht über die vergangenen viereinhalb Jahre. Sie musste dieses Kapitel abschließen. Auch wenn sie noch nicht wusste, was genau jetzt auf sie zukommen würde, es würde ihre ganze Aufmerksamkeit fordern.
„Gehen Sie gern ins Kino?“
„Ab und zu.“
„Sehen Sie das Gebäude, an dem wir gerade vorbeigefahren sind? Das ist unser größtes Kino.“
Der Taxifahrer hielt sie wohl für eine Touristin. Kein Wunder, wollte sie doch in ein Hotel. Dabei war es kaum zwei Wochen her, dass sie mit Frank das letzte Mal im Filmpalast gewesen war. Sie drehte sich um und schaute zu dem gläsernen Bau. Dann bemerkte sie im Schein der Straßenlaternen den dunklen Audi, der ihnen folgte.
„Kleine Planänderung. Zum Bahnhof, bitte.“

Was bisher geschah