Blogroman: 38 – Vertrauen und Versprechen

Tom hörte weitere Schüsse, gedämpft jetzt. Jemand packte ihn am Arm. Er wehrte sich, riss sich los.
„Wir müssen hier raus!“
Der Befehl war kurz und knapp. Tom erkannte die Stimme. „Was ist mit dem Jungen?“
„Wir können ihm nicht mehr helfen!“ Mona klang auf einmal ganz sanft, beinah traurig.
Tom gab den Widerstand auf. Zum ersten Mal glaubte er der Agentin, fasste Vertrauen zu ihr. Einmal noch schaute er in das Gesicht des Jungen, dessen Tod er nicht hatte verhindern können. Dessen Tod er sogar herbeigeführt hatte. „Ich werde es wieder gutmachen“, flüsterte er unter Tränen. Dann ließ er sich von Mona hinausziehen.

Was bisher geschah

Blogroman: 37 – Kein Blut

Tom schrie auf und stürzte zu dem Jungen hin. Er konnte sich nicht auf den Beinen halten, kroch die letzten Meter. Das Kind lag vor ihm, noch war die Schusswunde im Rücken nur als sauberes Loch in der Jacke zu erkennen. Kein Blut, dachte Tom und drehte den Jungen um. Große Augen sahen ihn an, der Körper erschlaffte in Toms Armen. Erneut schrie er den Schrecken und die Wut aus sich heraus. Wie aus weiter Ferne hörte er Schritte auf sich zukommen. Doch zum ersten Mal war ihm sein eigenes Leben egal.

Was bisher geschah

Blogroman: 36 – Zurück

Tom hielt noch einen Moment inne. Die Hand am Türgriff, ging ihm nur eine Frage durch den Kopf: „Warum musstest du so große Töne spucken?“ Schließlich riss er sich zusammen, schob den Gedanken beiseite, er könne dem Lagerhaus einfach den Rücken zukehren und verschwinden, drückte die Klinke. Zögerlich erst, dann geräuschvoll. Er stemmte die Tür auf, erschrak beim Quietschen der Angeln. Dann stapfte er Richtung Lagerhalle.

Sie hatten ihn gehört. Natürlich, denn das war der Plan. Ein dummer Plan, da war er sich jetzt ganz sicher. Boss und die beiden anderen standen hinter dem Tisch, die Waffen auf ihn gerichtet. Er hob die Hände, hoffte, dass er halbwegs selbstsicher wirkte. „Hey, ganz ruhig! Ich bin unbewaffnet.“ Tom suchte den Raum nach dem Jungen ab.

Boss ließ die Waffe sinken und lachte. Leider blieben die anderen beiden Schießeisen, wo sie waren.
„So, du bist zurück?“ Die Stimme von Boss klang beinahe freundlich. „Schön blöd, dass du dich uns wieder auslieferst. Vor allem, wo du uns doch belogen hast.“
Tom sprach langsam, um seine Angst zu verbergen. „Wie auch immer. Wenn ihr das Artefakt wollt, müsst ihr den Jungen freigeben!“
Boss lachte wieder. „Warum sollten wir das tun?“
„Er hat mit der ganzen Sache nichts zu tun.“
„Ach so, na dann.“ Der belustigte Ton, mit dem sie das sagte, machte Tom Sorgen, doch sie drehte sich um und rief: „Los Kleiner, hau schon ab!“
Jetzt erst sah er den Jungen, der in der hintersten Ecke kauerte. Er war vielleicht zehn, schätzte Tom. Und er bewegte sich nicht. „Mach schon, Junge!“, rief er. „Du bist frei!“

Endlich kam Leben in das verschreckte Kind. Es kroch seitwärts an der Wand entlang, erhob sich schließlich und rannte an Tom vorbei auf den Ausgang zu. Tom schaute ihm nach, wollte warten, bis der Junge sicher draußen angekommen war. Vielleicht ist er doch schon älter, dachte er. Nur ein bisschen kleinwüchsig.

Der Knall ließ ihn zusammenfahren.

Was bisher geschah

Tom hielt noch einen Moment inne. Die Hand am Türgriff, ging ihm nur eine Frage durch den Kopf: „Warum musstest du so große Töne spucken?“ Schließlich riss er sich zusammen, schob den Gedanken beiseite, er könne dem Lagerhaus einfach den Rücken zukehren und verschwinden, drückte die Klinke. Zögerlich erst, dann geräuschvoll.  Er stemmte die Tür auf, erschrak beim Quietschen der Tür. Dann stapfte er Richtung Lagerhalle.
Sie hatten ihn gehört. Natürlich, denn das war der Plan. Ein dummer Plan, da war er sich jetzt ganz sicher. Boss und die beiden anderen standen hinter dem Tisch, die Waffen auf ihn gerichtet. Er hob die Hände, hoffte, dass er halbwegs selbstsicher wirkte. „Hey, ganz ruhig! Ich bin unbewaffnet.“ Tom suchte den Raum nach dem Jungen ab.
Boss ließ die Waffe sinken und lachte. Leider blieben die anderen beiden Schießeisen, wo sie waren.
„So, du bist zurück?“ Die Stimme von Boss klang beinahe freundlich. „Schön blöd, dass du dich uns wieder auslieferst. Vor allem, wo du uns doch belogen hast.“
Tom sprach langsam, um seine Angst zu verbergen. „Wie auch immer. Wenn ihr das Artefakt wollt, müsst ihr den Jungen freigeben!“
Boss lachte wieder. „Warum sollten wir das tun?“
„Er hat mit der ganzen Sache nichts zu tun.“
„Ach so, na dann.“ Der belustigte Ton, mit dem sie das sagte, machte Tom Sorgen, doch sie drehte sich um und rief: „Los Kleiner, hau schon ab!“
Jetzt erst sah er den Jungen, der in der hintersten Ecke kauerte. Er war vielleicht zehn, schätzte Tom. Und er bewegte sich nicht. „Mach schon, Junge!“, rief er. „Du bist frei!“
Endlich kam Leben in das verschreckte Kind. Es kroch seitwärts an der Wand entlang, erhob sich schließlich und rannte an Tom vorbei auf den Ausgang zu. Tom schaute ihm nach, wollte warten, bis der Junge sicher draußen angekommen war. Vielleicht ist er doch schon älter, dachte er. Nur ein bisschen kleinwüchsig.
Der Knall ließ ihn zusammenfahren.Tom hielt noch einen Moment inne. Die Hand am Türgriff, ging ihm nur eine Frage durch den Kopf: „Warum musstest du so große Töne spucken?“ Schließlich riss er sich zusammen, schob den Gedanken beiseite, er könne dem Lagerhaus einfach den Rücken zukehren und verschwinden, drückte die Klinke. Zögerlich erst, dann geräuschvoll. Er stemmte die Tür auf, erschrak beim Quietschen der Tür. Dann stapfte er Richtung Lagerhalle.

Sie hatten ihn gehört. Natürlich, denn das war der Plan. Ein dummer Plan, da war er sich jetzt ganz sicher. Boss und die beiden anderen standen hinter dem Tisch, die Waffen auf ihn gerichtet. Er hob die Hände, hoffte, dass er halbwegs selbstsicher wirkte. „Hey, ganz ruhig! Ich bin unbewaffnet.“ Tom suchte den Raum nach dem Jungen ab.

Boss ließ die Waffe sinken und lachte. Leider blieben die anderen beiden Schießeisen, wo sie waren.

„So, du bist zurück?“ Die Stimme von Boss klang beinahe freundlich. „Schön blöd, dass du dich uns wieder auslieferst. Vor allem, wo du uns doch belogen hast.“

Tom sprach langsam, um seine Angst zu verbergen. „Wie auch immer. Wenn ihr das Artefakt wollt, müsst ihr den Jungen freigeben!“

Boss lachte wieder. „Warum sollten wir das tun?“

„Er hat mit der ganzen Sache nichts zu tun.“

„Ach so, na dann.“ Der belustigte Ton, mit dem sie das sagte, machte Tom Sorgen, doch sie drehte sich um und rief: „Los Kleiner, hau schon ab!“

Jetzt erst sah er den Jungen, der in der hintersten Ecke kauerte. Er war vielleicht zehn, schätzte Tom. Und er bewegte sich nicht. „Mach schon, Junge!“, rief er. „Du bist frei!“

Endlich kam Leben in das verschreckte Kind. Es kroch seitwärts an der Wand entlang, erhob sich schließlich und rannte an Tom vorbei auf den Ausgang zu. Tom schaute ihm nach, wollte warten, bis der Junge sicher draußen angekommen war. Vielleicht ist er doch schon älter, dachte er. Nur ein bisschen kleinwüchsig.

Der Knall ließ ihn zusammenfahren.

Blogroman: 34 – Allein

Tom packte sie am Arm. Schneller, als er es erfassen konnte, bekam er dafür die Quittung. Mühsam richtete er sich wieder auf und rieb sich die schmerzende Schulter. Monas beinahe mitleidiges Lächeln reizte ihn noch mehr. „Was soll das? Wo willst du hin?“
„Wir müssen deine Ex finden.“ Mona wandte sich wieder zum Gehen.
„Was ist mit dem Jungen?“
„Wir können nichts für ihn tun.“
„Bleib stehen! Ich komme nicht mit dir mit!“ Tom stellte sich bereits in Abwehrhaltung und spannte die Beinmuskeln an, als müsse er einen Tauziehwettbewerb bestreiten.
Mona blieb stehen und drehte sich um. „So, kommt jetzt der kleine Held in dir hoch?“ In ihrer Stimme schwang wirklich ein bisschen Verwunderung mit. „Da drinnen sind drei schwer bewaffnete Killer.“
„Du hast schon einen von ihnen kaltgemacht.“ Tom wollte hart und cool klingen, doch bei dem Gedanken an die Leiche schüttelte es ihn.
„Bist du taub? Das sind drei, ich bin quasi alleine.“
„Wenn wir das Kind da rausholen, kannst du auf mich zählen. Ansonsten musst du mich schon umbringen, damit ich dich weiter unterstütze!“ Tom ärgerte sich, dass er in seiner Aufregung so einen verqueren Mist erzählte.
Mona aber lachte. „Ich glaube, dazu brauchst du mich nicht. Dann lass uns mal sehen, ob wir die Gefahr verringern können, dass du zum ersten und letzten Mal den Helden spielst.“

Was bisher geschah