Blogroman: 38 – Am Boden

Sie umklammerte Tsieg, hätte ihn erwürgt, wäre er nicht aus Holz gewesen. Sie tat es nicht mit böser Absicht, es war ihr nicht einmal bewusst. Ganz andere Gedanken schossen ihr durch den Kopf, doch Lisa konnte keinen von ihnen fassen. Dass sie Hilfe brauchte, war das Einzige, was ihr einigermaßen klar schien. Tom. Lars. Tom. Lars. Tom … Sie hätte sich gewünscht, es wäre ihr nur ein Name in den Sinn gekommen. Aber irgendwie erschien ihr die Möglichkeit, sich mit dieser Katastrophe an Lars zu wenden, absurd. Was sollte er von ihr denken?

Sie sah sich um. Es kam überhaupt nicht in Frage, dass jemand glauben könnte, sie sei einfach nur schlampig. Jeder musste sehen, was hier passiert war. Und Lars erst recht. Schließlich hatte sie die Tür nicht aufgebrochen. Sie würde ihn anrufen. Sie brauchte seine Hilfe. Wo hatte sie ihre Handtasche abgelegt? Sie hielt Tsieg in der Hand, also konnte die Tasche nicht weit sein. Was wollte sie jetzt eigentlich mit der Holzfigur? Da war die Tasche ja.

Sie setzte sich auf. Schaute hinüber zu der Tasche. Im Sitzen konnte sie sie nicht erreichen. Sie musste wenigstens hinüberkriechen, wollte sie Lars erzählen, was man ihr angetan hatte. Wer hatte ihr das angetan? Wie konnte man so etwas tun? Sie sackte wieder in sich zusammen. Die Tränen liefen ihr über die Wangen. Was sollte Lars schon tun? Sie musste ohnehin die Polizei verständigen. Aber zuerst musste sie die Tür schließen. Nicht auszudenken, wenn sie jemand aus dem Haus so sehen würde: auf dem Fußboden des Flurs kauernd, gleich neben den herausgerissenen Schubladen ihrer Lieblingskommode. Doch mehr als einen tiefen Seufzer brachte sie nicht zustande. Sie betrachtete Tsieg. Wenn er ihr doch nur helfen könnte.

Was bisher geschah

Sie umklammerte Tsieg, hätte ihn erwürgt, wäre er nicht aus Holz gewesen. Sie tat es nicht mit böser Absicht, es war ihr nicht einmal bewusst. Ganz andere Gedanken schossen ihr durch den Kopf, doch Lisa konnte keinen von ihnen fassen. Dass sie Hilfe brauchte, war das Einzige, was ihr einigermaßen klar schien. Tom. Lars. Tom. Lars. Tom … Sie hätte sich gewünscht, es wäre ihr nur ein Name in den Sinn gekommen. Aber irgendwie erschien ihr die Möglichkeit, sich mit dieser Katastrophe an Lars zu wenden, absurd. Was sollte er von ihr denken?
Sie sah sich um. Es kam überhaupt nicht in Frage, dass jemand glauben könnte, sie sei einfach nur schlampig. Jeder musste sehen, was hier passiert war. Und Lars erst recht. Schließlich hatte sie die Tür nicht aufgebrochen. Sie würde ihn anrufen. Sie brauchte seine Hilfe. Wo hatte sie ihre Handtasche abgelegt? Sie hielt Tsieg in der Hand, also konnte die Tasche nicht weit sein. Was wollte sie jetzt eigentlich mit der Holzfigur? Da war die Tasche ja.
Sie setzte sich auf. Schaute hinüber zu der Tasche. Im Sitzen konnte sie sie nicht erreichen. Sie musste wenigstens hinüberkriechen, wollte sie Lars erzählen, was man ihr angetan hatte. Wer hatte ihr das angetan? Wie konnte man so etwas tun? Sie sackte wieder in sich zusammen. Die Tränen liefen ihr über die Wangen. Was sollte Lars schon tun? Sie musste ohnehin die Polizei verständigen. Aber zuerst musste sie die Tür schließen. Nicht auszudenken, wenn sie jemand aus dem Haus so sehen würde: auf dem Fußboden des Flurs kauernd, gleich neben den herausgerissenen Schubladen ihrer Lieblingskommode. Doch mehr als einen tiefen Seufzer brachte sie nicht zustande. Sie betrachtete Tsieg. Wenn er ihr doch nur helfen könnte.
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Blogroman: 22 – Hinter dem Bett

Die Tür war aufgebrochen und stand einen Spalt breit offen. Mona hielt Tom zurück, der drauf und dran war, in die Wohnung zu stürmen. „Sind Sie sicher, dass die Einbrecher schon fort sind?“, flüsterte sie. Um einen sarkastischen Tonfall musste sie sich gar nicht erst bemühen.
Er antwortete nicht, aber sie sah ihm an, dass es ihm peinlich war.
Sie zog ihre SP und schmunzelte, als sie sein Erschrecken sah. „Bleiben Sie stehen, bis ich Sie rufe!“ Die Pistole im Anschlag schob sie die Tür weiter auf und betrat die Wohnung Lisa Altmanns. Schon im Flur waren die Schubladen aus einer eher geschmacklosen Kommode gerissen. Mona musste sehr vorsichtig sein, um nicht über eine von ihnen zu stolpern. Langsam näherte sie sich dem ersten Raum. Der Vorhang war gewaltsam zur Seite gerissen worden, seine Verankerung hatte sich auf der einen Seite gelöst. Es roch nach Parfüm. Mona ahnte, dass sie sich dem Badezimmer näherte. Sie spähte hinein. In dem kleinen Raum glitzerten die Scherben des Spiegels und diverser Parfümfläschchen auf dem Fußboden. Eine der bräunlichen Duschkabinenwände war gesprungen.
Sie schob sich weiter zum nächsten Zimmer. Die Tür knarrte, als sie sie langsam öffnete. Über den Lauf der Halbautomatik schaute sie sich um. Das Schlafzimmer. Die Kissen und Decken auf dem Doppelbett waren durchwühlt, der Kleiderschrank stand offen, sein Inhalt zu großen Teilen auf dem Fußboden verstreut. Zur Sicherheit schaute sie hinter das Bett. Dann ging sie in die Hocke und beugte sich vor, um auch unter dem Bett nachzusehen.
Im Flur tat es einen lauten Knall.

Was bisher geschah