Auftrag – Galan

Galan – HeimkehrIch arbeite wie verrückt an der Auftaktfolge zu Galan. Na ja, zumindest wünschte ich mir das. In der Realität lassen die Auftragsarbeiten leider wenig Zeit übrig. Aber das bisschen wird genutzt. Dafür sorgt schon meine liebe Claudia, keine Sorge! 😉

Und natürlich gibt es wieder einen kleinen Appetithappen aus dem Manuskript:

Alisha hielt den Atem an. Christina hatte nur diese eine Zeile gesungen. Leise und ein wenig verträumt, als sei es ihr selbst kaum bewusst gewesen. Aber irgendetwas hatte sie in Alisha damit zum Klingen gebracht. Eine verborgene Saite in ihr angeschlagen, die so tief in ihrem Innersten geruht haben musste, dass Alisha sie unter den dicken Schichten Leben, die sich darüber auftürmten, noch immer nur als ein leichtes Schwingen wahrnahm.

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Der Geisterorden: 66 – Wimpernschlag

Nohs sang den Gesang der Jäger, als er sich auf die Eindringlinge stürzte. Er war einer der Ersten und hatte sich als Ziel den größten und stärksten Gegner ausgewählt. Hätte Nohs sich neben ihn gestellt, er hätte ihm kaum bis zur Brust gereicht.

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Musik beim Schreiben?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum diese Frage so interessant sein soll, aber sie wird seltsamerweise immer wieder gestellt. Hiermit will ich sie umfassend beantworten:

Ja, ich höre Musik beim Schreiben. Nicht immer, aber immer öfter (wie originell!!!). Und auch jetzt im Moment. Gerade läuft auf meinem Netbook Global Deejays, was aber reiner Zufall ist. Schaue ich in die Playlist, die der Zufallsgenerator zusammengestellt hat, kommt als nächstes Emilíana Torrini und dann Culcha Candela. Es hätten aber auch Police oder Red Hot Chili Peppers sein können. Oder irgendetwas anderes.

Kurz, es ist mir fast egal, welche Musik läuft, nicht nur, aber auch beim Schreiben. Was auch immer es ist, es stört mich nicht beim Schreiben. Zumindest bilde ich mir das ein. Und es beflügelt mich auch nicht beim Schreiben. Zumindest bilde ich mir das ein. Und ich kann auch schreiben, wenn gar keine Musik zu hören ist. Zumindest bilde ich mir das ein.

Ich höre übrigens nicht nur beim Schreiben Musik. Auch beim Aufräumen. Oder beim Entspannen. Oder bei der Gartenarbeit. Oder wenn ich eine Rechnung schreibe. Oder eine bezahle. Oder aus anderen Gründen im Internet bin. Manchmal sogar beim Schlafen. Meist eher versehentlich. Heute war ich beim Einkaufen und stellte bei meiner Rückkehr fest, dass ich die ganze Zeit versehentlich Musik gehört habe. Obwohl ich sie natürlich nicht gehört habe. Also während ich unterwegs war.

Ich höre demnach sehr oft und viel Musik. Eigentlich fast immer. Außer wenn ich telefoniere und niemand am anderen Ende singt. Oder eine Warteschleifenmusik schleift. Und auch nicht beim Fernsehen. Es sei denn, ich sehe eine Musiksendung. Oder es läuft irgendeine Sendung mit Hintergrundmusik.

Wenn ich als DJ auflege höre ich übrigens in der Regel auch Musik. Aber das lässt sich wohl nicht vermeiden.

Es schimmelt

Foto: Craigb

Foto: Craigb

Ich nehme einen tiefen Zug vom Joint und reiche ihn an Tonne weiter. Der Sommer ist bunt wie der Herbst. Noch Stunden schaue ich dem qualmenden Faden hinterher, der beim Ausatmen meinen Mund verlässt. Ich schwebe ihm hinterher.
AC/DC wird zunehmend melodischer. Glocke singt „Alle meine Entchen“ dazu. Ich schaue auf ihn herab. Er sieht lächerlich aus. Lächeln. Immer lächeln. So wie Lissy. Die zieht gerade am Joint. Noch eine halbe Runde, dann ist er wieder bei mir.
Ein Schimmel läuft quer durch den Stadtpark. Ich reibe mir die Augen, kann ihm kaum folgen. Ich beobachte die anderen. Wie Sherlock. Keiner sagt was. Glocke singt „Da steht ein Pferd auf dem Flur“.
Muss ich jetzt aufpassen, dass ich nicht in Pferdeäpfel trete? Die Tüte ist zurück. Ich ziehe einmal, zweimal, …
„Hey, wir wollen auch noch was!“
Ich brumme. Ein Bär. Ein großer, brauner Brummbär. Ich halte es nicht mehr aus. Schweben reicht nicht. „Habt ihr zufällig eben auch einen Gaul gesehen?“
Ein kurzer Moment der Stille dehnt sich wie die rauchende Atemluft. Dann ein kollektiver Wind der Erleichterung: „Jaaaaaaaa!“