Mc Pom Fritz: Das Rätsel

Seit letzter Woche muss ich ständig an sie denken! Ihr wisst ja, ich wollte am Sonntag noch in die kleine Gaststätte, ne. Und da war ich auch. Als erstes hab ich mal Frau Schmidt getroffen. Die wohnt bei mir im Haus, genau gegenüber von mir.

Sie saß an der Bar und trank Wodka-Cola. Und sie hat sich gefreut, mich zu sehen, und ich sollte mich zu ihr setzen. Hab ich auch gemacht. Am Tisch saß noch eine Familie, aber die kannte ich ja noch weniger, ne.

Ich hab mir ein Bier bestellt und mich die ganze Zeit mit Frau Schmidt unterhalten. So viel hab ich eigentlich gar nicht gesagt, denn sie hat die ganze Zeit erzählt. Dass man doch hier in Prangendorf Ausbau eigentlich ganz gut lebt. Und was sie so macht, den lieben langen Tag als Hausfrau. Und von ihrem Mann und von ihrem Sohn, der auch bei ihr wohnt.

Das war alles unheimlich interessant, aber ich konnte mir so viel auf einmal gar nicht merken. Ich glaub, sie hat sich trotzdem gefreut, dass ich zugehört habe, ne.

Na, und dann, als die Kneipe um sechs zugemacht hat,  sind wir nach Hause gegangen. Frau Schmidt hat immer noch erzählt. Aber plötzlich konnte ich ihr gar nicht mehr zuhören. Denn als wir gerade von der Gaststätte auf die Straße eingebogen sind, sah ich eine Frau, die in Haus 11 verschwand.

Ich habe sie kaum gesehen, eigentlich nur ihr wehendes kastanienbraunes Haar. Aber von da an konnte ich mich nicht mehr auf Frau Schmidt konzentrieren. Und seitdem muss ich an sie denken.

Ich hab sie bisher nicht wieder gesehen. Aber ich hoffe, ich kann euch bald mehr von ihr erzählen, ne.

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz

Mc Pom Fritz: Wochenendplanung

Heute mach ich es endlich wahr! Die letzten Wochenenden war ich einfach zu fertig, ne. Ich mein, ich arbeite von Montag bis Freitag von halb acht bis halb sechs. Na ja, Freitag nur bis kurz nach vier. Aber das muss auch sein, ne, denn sonst könnte ich ja gar nicht einkaufen. 16.19 Uhr fährt der letzte Bus und am Wochenende fährt gar nichts. Also keine Busse.

Ich steig also, gleich nach der Arbeit, so wie ich bin in Arbeitsklamotten, ne, in Niekrenz in den Bus und fahr nach Sanitz. Das ist ne echt große Stadt, wo man einkaufen kann. Das mach ich dann auch. Von der Haltestelle am Bahnhof muss ich noch ein bisschen weiter, die Neue Reihe runter, das ist ne Straße, ne, dann den Kirchsteig hoch, über die Rostocker Straße. Nee, nee,  ich bin dann immer noch in Sanitz, die heißt nur so. Dann kommt noch der Friedrich-von-Flotow-Ring, was gar kein Ring ist, und dann bin ich beim Einkaufsmarkt. Da gibts alles. Also zum Essen, mein ich jetzt, ne. Und sogar noch viel mehr.

Ich muss aber aufpassen, weil ich insgesamt nur eine Stunde Zeit hab, denn um 17.35 Uhr fährt der letzte Bus zurück. Und ich muss ja für eine Woche einkaufen, ne. Einmal, beim ersten Mal, hab ich den Bus schon verpasst. Da musste ich nach Hause laufen. Von Sanitz bis Prangendorf Ausbau. Mit meinen Einkaufstüten. Ich hab über drei Stunden gebraucht.

So, jetzt muss ich aber Schluss machen. Denn ich wollte es doch heute endlich wahr machen! Ich gehe jetzt hier zum ersten Mal in die kleine Kneipe. Die macht Sonntags nämlich nur von 16.00 bis 18.00 Uhr auf. Nicht, dass ich da auch zu spät komme. Ich erzähl dann beim nächsten Mal weiter, ne.

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz