Neues Projekt

Endlich arbeite ich wieder an einem Roman! Die ersten beiden Kapitel sind geschrieben, und ich hoffe natürlich, dass ich jetzt relativ kontinuierlich daran weiterarbeiten kann. Arbeitstitel: Landluft macht klug. Protagonistin Mascha wird allerdings in der nächsten  Szene erst einmal ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Aber sie ist ja auch noch nicht auf dem Land. Und freut sich im Moment noch über ihr neues Auto. Soll sie das mal genießen, denn mit der Freude ist es bald vorbei.

Auch den zweiten Perspektivträger Thomas durfte ich schon „kennenlernen“. Der hatte allerdings – anders als der potenzielle Leser – schon in seiner ersten Szene nicht viel zu lachen. Die Frauen – ihr wisst schon. Demnächst mehr von ihm. Und natürlich auch von Mascha.

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Entsorgte Hände und mehr

Shortys„Sie gab ihm die Hand. Sollte er sie doch entsorgen.“

Diesen und viele weitere Shortys findet ihr auf meiner Twitterseite BPshorties, auf die ich hiermit mal wieder ganz dezent hinweisen will.

Kürzer geht es kaum! Also vielleicht sogar etwas für diejenigen, denen meine Kurz- und Kürzestgeschichten und -szenen hier in meiner Schreibwelt schon zu lang sind. Und für alle anderen natürlich.

Viel Spaß beim Stöbern!

Absicht

© CFalk / pixelio.de

© CFalk / pixelio.de

„Es war keine Absicht“, flüsterte sie.
„Das ist mir egal!“ Er sagte es leise, drohend.
„Bitte!“
„Leck mich!“
Bernd ging langsam auf sie zu. Drängte sie in die Ecke des Schlafzimmers. Er war ihr schon ganz nah. Anne roch seine Fahne. Selbst jetzt, da er sich von ihr wegdrehte und aus dem Fenster blickte. Vielleicht hatte sie Glück, und er würde sie doch nicht bestrafen. „Komm vom Fenster weg!“
Sie wollte gehorchen, aber er machte ihr keinen Platz. Sollte sie über das Bett steigen? Er packte ihren Arm, stieß sie aufs Bett. Sie rollte sich ab, die Kissen versprachen für einen Moment falsche Weichheit, falsche Geborgenheit, bis sie in der anderen Ecke des Raumes wieder zum Stehen kam.

Ihre Blicke folgten ihm, wie er langsam das Bett umrundete, ein Grinsen im Gesicht. Als sie die Panik spürte, die einem Brechreiz gleich in ihr hochkochte, ärgerte sie sich. Wieder einmal. Warum stumpfte sie nicht ab? Erst, wenn die Schmerzen kamen, würde sie sich ergeben.

Er war abgelenkt, suchte nach einem Schlagwerkzeug, fand keines.
Vielleicht könnte sie doch noch an ihm vorbei … „Nein!“
Er hatte nach dem Wecker gegriffen.
„Nicht den Wecker!“
Wenn er bis eben noch überlegt haben sollte, war er sich jetzt sicher. „Halt’s Maul!“ Er nahm das pinkfarbene Teil in die andere Hand. Die rechte.
„Es war doch keine Absicht!“ Sie spürte Tränen. Zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren.

Es war ihr Wecker. Schon von Kindertagen an. Ihre Mutter hatte ihn ihr geschenkt. Oft hatte sie die kleine Minnie Mouse auf dem Ziffernblatt betrachtet. Bis heute. Und bis heute weckte er sie verlässlich. Jeden Tag. Leise genug, dass Bernd nicht aufwachte.

Die Plastikscheibe brach an ihrer Schläfe. Sie hatte die Augen geschlossen, und doch sah sie im Fallen Minnies verbeultes Gesicht. Sie hörte sie schreien. Musste schreckliche Schmerzen haben, das kleine Ding.
Noch immer fiel sie. Suchte Halt an der Nachttischlampe. Riss sie mit sich.
Bernd warf Minnie in die Ecke. Ihr Schreien endete mit einem leisen Klingeln. Bernd schaute sich noch einmal um. Dann fummelte er an der Gürtelschnalle.
Sie sah ihm dabei zu. Lange. Wie durch einen Nebelschleier. Während sich ihre Finger krümmten. Aus ihrer Hand eine Faust machten. Sich dann kurz entspannten, um nach der Nachttischlampe zu tasten.

Es war keine Absicht.

Überdrüber

Nächste Woche starte ich mit der ersten Überarbeitungrunde der E-Book-Kurzgeschichte. Genauer gesagt habe ich sogar schon mit der ersten Szene begonnen. War schon ganz okay. 😉

Eigentlich

Heute ist, da erzähle ich nichts Neues, der 15. Januar. Eigentlich muss ich demzufolge heute abgeben. Da aber heute Samstag ist, hat mir die Verlagslektorin gesagt, es reiche aus, wenn ich das Manuskript am Montag schicke.

Nun bin ich eigentlich seit gestern fertig, habe also den gesamten Roman überarbeitet und in eine abgabegerechte Form gebracht. Die Version „L“ (für Lektorat) existiert seit gestern Abend auf meinem Rechner.

Heute Vormittag habe ich noch die wenigen Angaben meiner Profi-Testleserin eingearbeitet. Bis Kapitel fünf. Denn sechs bis neun bekomme ich erst morgen Abend zurück, was also der erste Grund ist, warum ich die zwei Tage bis Montag noch in Anspruch nehme.

Außerdem habe ich durch eben diese Testleserin noch einen  Hinweis bekommen, aus dem eine neue Idee entstanden ist, wie ich den Roman noch um einen kleinen, aber feinen Aspekt erweitern kann. Eine Randfigur, die bisher gar nicht selbst aufgetreten und nur dem Namen nach bekannt war, sollte nun zum Leben erweckt werden.

Daher habe ich heute Nachmittag eine ganze Weile gegrübelt und dann die Ausgangsszene dafür geschrieben. Die Anschlussszene habe ich am Anfang komplett umgeschrieben und nahezu auf die doppelte Länge ausgebaut.

Nun muss die Figur, ein gewisser Alexander Leitner, seines Zeichens Manager für Sportler, noch geschickt in den weiteren Romanverlauf eingebunden werden. Damit will ich nach diesem Posting beginnen und es morgen fortführen.

Dennoch, eines lasse ich mir nicht nehmen: Das gute Gefühl, nach der langen Arbeit an dem Roman, gut am Ende angekommen zu sein. Und eigentlich rechtzeitig zum Abgabetermin. Sogar einen Tag vorher!