Voll das Leben

Mann, bin ich froh, dass meine Schwester wie meine Mutti einen Kombi hat! So mussten wir nur einmal fahren. Mein ganzer Kram hat gerade so in die Autos gepasst. Ich meine, die Matratze und das kleine, alte Sofa, das ich von Mutti mitnehmen durfte, mussten ja auch rein, ne.

Gott sei Dank ging Katharinas Kühlschrank in den Golf von ihrem Freund Christian. Den braucht sie ja jetzt nicht mehr. Also den Kühlschrank mein ich, ne.

Das war ein Geschleppe! Aber als alles in der Wohnung war, sah es plötzlich ganz schön wenig aus.  Ich mein, die Matratze im Schlafzimmer, das Sofa im Wohnzimmer und der Kühlschrank in der Küche. Da ist dann noch so’n kleiner Miniherd, den mir die Krügers aus Dummerwitz geschenkt haben, so einer mit zwei Platten und ’nem Ofen. Ihr wisst schon, ne? Und die Spüle stand schon drin.

Na ja, aber das wird schon mehr, wenn ich mein erstes Geld kriege, ne. Nächste Woche geht nämlich der Job los!

Aber bis dahin werde ich sicher noch einiges erleben. Hier ist nämlich echt was los!  Ich mein, das hier ist nicht Dummerwitz, ne. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Leute hier in Prangendorf Ausbau wohnen. Das ist immerhin  ein Wohnblock, der die Hausnummern 7 bis 13 hat. 69 Wohnungen! Ich hab die Klingelschilder gezählt. Clever, ne? Und dann sind da noch zwei Einfamilienhäuser. Und natürlich die Kaserne, ne. Luftraketenabwehrgruppe. Hab aber noch keine Raketen gesehen.

Aber meine direkten Nachbarn hab ich schon kennengelernt. Die sind echt nett. Und unter mir wohnt ein großer Hund. Natürlich nicht alleine, sondern bei einer jungen Frau. Ein bisschen zottelig, aber sehr hübsch. Den Hund mein ich jetzt, ne. Die Frau hab ich nur einmal von Weitem gesehen, als sie mit dem Hund Gassi war.

Jedenfalls ist hier ganz schön was los. Mal sehen, ob ich mich am Wochenende in die kleine Kneipe trau. Ja, die gibts hier auch. Muss man nicht ins Nachbardorf wie in Dummerwitz, ne.

Gibt bestimmt wieder viel zu erzählen, nächste Woche, ne.

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz!

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Knapp vorbei!

Hi zusammen,

nun ist es gar nicht mehr lang hin bis zum Umzug. Da wird es wohl Zeit, euch zu verraten, wo es hingehen soll, ne?

Eigentlich wäre ich ja gern nach Rostock gezogen. Seit ich einmal mit meiner Mutti dort war, als wir meine Schwester besucht haben, träume ich davon, in der großen Stadt zu leben.

Tja, meine Schwester … Die zieht jetzt wieder zu Mutti, ne. Weil sie mit dem Studium fertig ist. Gott sei Dank! Sonst hätte mir Mutti nie erlaubt auszuziehen. Sie macht sich ohnehin so viele Sorgen. Sie sagt immer: „Deine Schwester hat schon den Grips abbekommen. Du hättest dir wenigstens das gute Aussehen sichern sollen.“

Na, wo war ich? Ach ja, ich ziehe also nicht nach Rostock, ne. Ich meine, habt ihr euch da mal die Mietpreise angeguckt? So dicke hab ich es ja leider noch nicht.

Gefunden hab ich dann was in Prangendorf. Ist echt klasse! Viel Wohnung für wenig Geld, ne. Zwei Zimmer! Das ist eins mehr, als ich bei Mutti hatte. Und dazu mein eigenes Bad, meine eigene Küche und mein eigener Balkon! Ist doch gut, ne? Und Neubau. Das wollte ich ja immer. Das ist modern.

Und ich bin nah an der Arbeit, ne. Ja, Arbeit hab ich auch. Aber davon erzähl ich euch nächstes Mal.

Euer Mc Pom Fritz

Auf’s Land

Nun ist es fast schon offiziell. Anfang nächster Woche unterschreibe ich den Mietvertrag. Mietbeginn ist der 1. Mai.

Zwar habe ich eigentlich gar keine Zeit dazu, aber dann geht es noch ein Stückchen weiter auf’s Land. Etwa 20 Kilometer südöstlich von Rostock wartet dann eine hübsche, kleine neue Wohnung auf mich. Dort werde ich von meinem Schreibtisch einen tollen Ausblick haben und im Hinterkopf die plötzlich besonders wichtige Vorratshaltung.

Irgendwie passend zu einem einsamen … Na, ihr wisst schon.

P.S.: Das ist übrigens kein Aprilscherz!