Mc Pom Fritz: Die Harte

Schönheit ist nicht alles, ne. Das sagt Wolf. Ich hab euch doch erzählt, dass die oberste Chefin bei mir auf Arbeit Frau Hart ist, ne? Die ist echt schön. Aber Wolf hat recht: So nett, wie ich erst dachte, ist die gar nicht. Die hat sich zum Beispiel noch nie mit mir unterhalten. Die ist ja auch gar nicht immer da. Aber wenn sie da ist, ne, dann spricht die nur mit Herr Pfeifer, also meinem direkten Chef. Und der kommt dann zu uns. Und dann gibts meistens noch mehr Arbeit als sowieso schon.

Manchmal denk ich fast, ich mag die gar nicht, die Hart. Jeder sagt nur „die Harte“ zu ihr. Wenn der Chef nicht hinhört, ne. Jedenfalls kann ich mich gar nicht mehr so richtig freuen, wenn ich die Harte sehe. Obwohl die so gut aussieht.

Das letzte Mal hab ich dann einfach gedacht, dass Arielle bestimmt genauso gut aussieht. Ich hab sie ja nur ganz kurz gesehn. Aber ganz bestimmt! Und dann hab ich wieder dran gedacht, was meine Schwester gesagt hat. Dass ich in die Hufe kommen soll und so. Und das werd ich jetzt auch! Ihr werdet sehn, ne!

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz

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Mc Pom Fritz: Das Rätsel

Seit letzter Woche muss ich ständig an sie denken! Ihr wisst ja, ich wollte am Sonntag noch in die kleine Gaststätte, ne. Und da war ich auch. Als erstes hab ich mal Frau Schmidt getroffen. Die wohnt bei mir im Haus, genau gegenüber von mir.

Sie saß an der Bar und trank Wodka-Cola. Und sie hat sich gefreut, mich zu sehen, und ich sollte mich zu ihr setzen. Hab ich auch gemacht. Am Tisch saß noch eine Familie, aber die kannte ich ja noch weniger, ne.

Ich hab mir ein Bier bestellt und mich die ganze Zeit mit Frau Schmidt unterhalten. So viel hab ich eigentlich gar nicht gesagt, denn sie hat die ganze Zeit erzählt. Dass man doch hier in Prangendorf Ausbau eigentlich ganz gut lebt. Und was sie so macht, den lieben langen Tag als Hausfrau. Und von ihrem Mann und von ihrem Sohn, der auch bei ihr wohnt.

Das war alles unheimlich interessant, aber ich konnte mir so viel auf einmal gar nicht merken. Ich glaub, sie hat sich trotzdem gefreut, dass ich zugehört habe, ne.

Na, und dann, als die Kneipe um sechs zugemacht hat,  sind wir nach Hause gegangen. Frau Schmidt hat immer noch erzählt. Aber plötzlich konnte ich ihr gar nicht mehr zuhören. Denn als wir gerade von der Gaststätte auf die Straße eingebogen sind, sah ich eine Frau, die in Haus 11 verschwand.

Ich habe sie kaum gesehen, eigentlich nur ihr wehendes kastanienbraunes Haar. Aber von da an konnte ich mich nicht mehr auf Frau Schmidt konzentrieren. Und seitdem muss ich an sie denken.

Ich hab sie bisher nicht wieder gesehen. Aber ich hoffe, ich kann euch bald mehr von ihr erzählen, ne.

Bis dann,

Euer Mc Pom Fritz