Selber machen?

Wie pressetext.com berichtet, könnte es in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein, dass man Programme ohne Kenntnisse einer Programmiersprache entwickelt. Nur, was machen dann die Programmierer?

Programmieren soll mit Alltagssprache gelingen

Forscher entwickeln Übersetzer zwischen Sprache und Programmiercode

Cambridge (pte011/12.07.2013/12:43) – „Normale“ Sprache soll in Zukunft verwendet werden können, um Computerprogramme zu schreiben. In zwei kürzlich erschienenen Artikeln haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://mit.edu Möglichkeiten aufgezeigt, wie Befehle in gewöhnlicher Sprache in funktionierende Programmiercodes umgewandelt werden. Vorläufig soll die Technologie in erster Linie Programmierern behilflich sein, könnte aber langfristig Nutzern das Erlernen von Programmiersprachen ersparen.

Einsatz noch beschränkt

Anhand von zwei Beispielen haben die Forschungsergebnisse des MIT verdeutlicht, dass es möglich ist, Computerprogramme mit einfacher Sprache und ohne das langwierige Erlernen von Programmierbefehlen zu schreiben. Laut Regina Barzilay, einer Co-Autorin beider Artikel, ist es möglich, mittels der entwickelten Computersysteme Sprache in Codes zu übersetzen. Die beiden vorgestellten Anwendungen sind jedoch noch sehr spezifisch und erleichtern vor allem Programmierern ihre Arbeit. Die Ergebnisse könnten aber auch genutzt werden, um einfache Änderungen in Anwenderprogrammen zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation durchzuführen, die bislang Programmierkenntnisse erfordert haben.

Suchanfragen und Dateispezifikationen

Die Forschungsergebnisse des ersten Artikels wurden im Juni auf der jährlichen Konferenz der nordamerikanischen Gesellschaft für Computerlinguistik präsentiert. Die Forscher vermittelten, wie sie mittels eines Computersystems Angaben in „natürlicher“ Sprache in sogenannte „reguläre Ausdrücke“ umwandeln. Dabei handelt es sich um Suchfunktionen, die über die zusätzliche Verwendung von Symbolen flexibler und effizienter sind als eine gewöhnliche Suche. Die einfachste Form von regulären Ausdrücken sind Platzhalter in Suchanfragen.

Der zweite Artikel des MIT erläutert ein System, das anhand von Angaben in normaler Sprache automatisch einen „Parser“ für unterschiedliche Dateitypen erstellen kann. Ein Parser beschreibt, wie die Daten in unterschiedlichen Dateiformaten, etwa .doc, .pdf oder .mp3 zu verwenden sind. Die Methoden beschränken sich noch auf diese sehr spezifischen Anwendungsgebiete, können aber zukünftig Nutzern ohne Programmierkenntnissen hilfreich sein.

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Sci-Fi-Autoren aufgepasst!

Wie pressetext.com berichtet, wurden zwei Planeten entdeckt, die Autoren, die sich gern in die Weiten des Weltraums schreiben, inspirieren dürften.

Foto: Kaltenegger, MPIA

Grafik: Planeten mit Wasser können Leben beherbergen
(Foto: Kaltenegger, MPIA)

Zwei neue lebensfreundliche Planeten entdeckt

„Kepler-62e“ und „Kepler-62f“ sind der Erde laut MPIA sehr ähnlich

Heidelberg (pte021/19.04.2013/13:57) – Ein internationales Team von Astronomen hat im Sternbild Leier einen Planeten entdeckt, auf denen vermutlich lebensfreundliche Bedingungen herrschen. Die Forscher haben lange nach einer „zweiten Erde“ gesucht, die Deutsche Lisa Kaltenegger vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA)http://mpg.de gehört zum Forscherteam.

In habitabler Zone

„Tatsächlich liegen ‚Kepler-62e‘ und ‚Kepler-62f‘ in der lebensfreundlichen, habitablen Zone ihres Heimatsterns. Außerdem sind sie die kleinsten Körper, die bisher in einer derartigen Zone gefunden wurden“, sagt Kaltenegger. Die beiden Planeten haben einen Radius, der dem 1,61-Fachen bzw. dem 1,41-Fachen des Erdradius entspricht. Daraus schließen die Forscher, dass sie Felsplaneten mit soliden Oberflächen sind. Außerdem kreisen die beiden Planeten in der habitablen Zone, in der flüssiges Wasser vorkommen kann.

Der Stern, um den die beiden Planeten kreisen, ist rund 1.200 Lichtjahre von der Erde entfernt und ein wenig kleiner und kühler als unsere Sonne. Von uns aus betrachtet, laufen die Planeten in regelmäßigen Abständen vor ihrem Mutterstern vorbei und schatten dabei einen Bruchteil seines Lichts ab. Dass aber Kepler-62e und Kepler-62f keine Gasplaneten wie Jupiter oder Neptun sind, ist ein Schlüsselaspekt der neuen Entdeckung.

„Nehmen wir an, bei beiden handelt es sich um Felsplaneten, wie ihre Radien nahelegen. Gehen wir weiterhin davon aus, dass es auf diesen Planeten Wasser gibt, und dass ihre Atmosphären eine ähnliche Zusammensetzung haben wie jene der Erde – also vor allem Stickstoff, mit Anteilen von Wasser und Kohlenstoffdioxid“, sagt Kaltenegger. „Unter diesen Voraussetzungen könnte auf den Oberflächen beider Planeten flüssiges Wasser vorkommen.“

Flüssiges Wasser möglich

Kepler-62f empfängt weniger Strahlungsenergie von seinem Stern als die Erde von der Sonne und würde entsprechend mehr Treibhausgase benötigen, um nicht einzufrieren. Kepler-62e hingegen ist seinem Stern näher. Dieser Planet braucht eine hinreichend dichte Wolkendecke, mit der er Strahlungsanteile des Sterns reflektiert. Das könnte ein Hinweis auf flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche sein.

Ob ein Planet lebensfreundlich ist oder nicht, beurteilen die Wissenschaftler danach, ob auf ihm flüssiges Wasser existieren kann. Aber von außerirdischem Leben können die Forscher nicht berichten. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt nur, dass Kepler-62e bewohnt sein könnte – falls die Atmosphärenbedingungen stimmen. Ein definitiver Nachweis ist derzeit noch Zukunftsmusik.

Das Ende der Reise

Leuchtende Fliesen, copyright: BennoP

Verbissen schrubbte Timm das Weibchen der Gattung Wrings. Inzwischen war er im Umgang mit der großen Bürste einigermaßen geübt, und im Moment saß die Wrings ganz ruhig. Da er darum auch nicht um sein Leben fürchten musste, hing er seinen Gedanken nach. Wäre es nicht seine eigene Geschichte, die ihm durch den Kopf ging, er hätte lauthals losgelacht.

Hier war er nun angekommen, in einem großen Raum mit seltsam leuchtenden Kacheln. Fünf Jahre Studium, fast zehn Jahre Forschungstätigkeit und eine Expedition, die noch einmal dieselbe Zeit in Anspruch genommen hatte, hatten ihn hierher geführt. Viel hätte nicht gefehlt und er wäre hier gar nicht eingetroffen. Eine große Portion Glück hatte ihn den Absturz überleben lassen. Glück! Ha!

Die Wrings schob sich zurück und Timm musste achtgeben, dass sie ihn nicht zwischen sich und der Wand zerquetschte. Sie waren alles andere als intelligent. Aber sie waren groß. Und sie stanken.

Er war ohnehin fertig mit seiner Arbeit, sprang ab und läutete die Glocke. Während er der Wrings hinterherschaute, fiel ihm ein, wie man die Crew und ihn verabschiedet hatte. Sie waren schon damals als Helden gefeiert worden, als wären sie bereits erfolgreich zurückgekehrt, nicht erst hoffnungsfroh aufgebrochen. Aufgebrochen, neue Lebensräume zu erschließen und neue Kulturen zu entdecken. Nun war er der einzige Überlebende. Ein dummer technischer Defekt, als sie bereits den Erfolg feierten. Nur der Umstand, dass er sich gerade auf der Toilette befand, hatte ihn allein das Ziel erreichen lassen. Welche Ironie!

Beinahe gelassen schaute er zu, wie sich die nächste Wrings in die Kabine schob. Groß wie ein Elefant. Es waren meistens Wrings. Ihre Anzahl reichte ins Unendliche. Timm empfand es beinahe als willkommene Abwechslung, wenn ein Weibchen der Drunks oder der Korks zu ihm kam. Obwohl seine Arbeit auch dann um keinen Deut angenehmer war.

Er hielt sich die Nase zu, während er auf seinen Einsatz wartete.

Das erhebende Gefühl, der erste Mensch auf diesem Planeten zu sein, hatte sich schnell ins Gegenteil verkehrt. Ja, den Bewohnern hier war er sehr willkommen gewesen. Lange hatte man nach einem Ersatz für die aussterbenden Drohner gesucht. Und dann war ihnen Timm erschienen und hatte ihnen eine Lösung aufgezeigt.

Timm, die Speerspitze der expansionswilligen Menschheit. Timm, der Forschungsreisende. Timm, der Held, der den Menschen die Zukunft sichern wollte.

Timm, der nun am Ende der Reise angekommen war. Auf einem Planeten, auf dem er für die heimischen Spezies niederste Dienste leisten musste. In einem Damenklo auf Murks, dessen Spezies kein Klopapier kannten.

Doch es gab einen schwachen Trost. Wenn er auch nie wieder zu den Menschen zurückkehren würde, sie würden ihm folgen. Längst waren riesige Frachtschiffe zur Erde unterwegs, um seinesgleichen in Massen nach Murks zu transportieren, wo man mit ihnen die Toiletten des Planeten bestücken wollte. Denn die Menschen eigneten sich ganz hervorragend. Sie waren zwar nicht weniger empfindlich als die Drohner, aber sie waren zahlreich, klein und geschickt.

Das Ende der Reise

Verbissen schrubbte Timm das Weibchen der Gattung Wrings. Inzwischen war er im Umgang mit der großen Bürste einigermaßen geübt, und im Moment saß die Wrings ganz ruhig. Da er darum auch nicht um sein Leben fürchten musste, hing er seinen Gedanken nach. Wäre es nicht seine eigene Geschichte, die ihm durch den Kopf ging, er hätte lauthals losgelacht.
Hier war er nun angekommen, in einem großen Raum mit seltsam leuchtenden Kacheln. Fünf Jahre Studium, fast zehn Jahre Forschungstätigkeit und eine Expedition, die noch einmal dieselbe Zeit in Anspruch genommen hatte, hatten ihn hierher geführt. Viel hätte nicht gefehlt und er wäre hier gar nicht eingetroffen. Eine große Portion Glück hatte ihn den Sturz überleben lassen. Glück! Ha!
Die Wrings schob sich zurück und Timm musste Acht geben, dass sie ihn nicht zwischen sich und der Wand zerquetschte. Sie waren alles andere als intelligent. Aber sie waren groß. Und sie stanken.
Er war ohnehin fertig mit seiner Arbeit, sprang ab und läutete die Glocke. Während er der Wrings hinterherschaute, fiel ihm ein, wie man die Crew und ihn verabschiedet hatte. Sie waren schon damals als Helden gefeiert worden, als wären sie bereits erfolgreich zurückgekehrt, nicht erst hoffnungsfroh aufgebrochen. Aufgebrochen, neue Lebensräume zu erschließen und neue Kulturen zu entdecken. Nun war er der einzige Überlebende. Ein dummer technischer Defekt, als sie bereits den Erfolg feierten. Nur der Umstand, dass er sich gerade auf der Toilette befand, hatte ihn allein das Ziel erreichen lassen. Welche Ironie!
Beinahe gelassen schaute er zu, wie sich die nächste Wrings in die Kabine schob. Groß wie ein Elefant. Es waren meistens Wrings. Ihre Anzahl reichte ins Unendliche. Timm empfand es beinahe als willkommene Abwechslung, wenn ein Weibchen der Drunks oder der Korks zu ihm kam. Obwohl seine Arbeit auch dann um keinen Deut angenehmer war.
Er hielt sich die Nase zu, während er auf seinen Einsatz wartete.
Das erhebende Gefühl, der erste Mensch auf diesem Planeten zu sein, hatte sich schnell ins Gegenteil verkehrt. Ja, den Bewohnern hier war er sehr willkommen gewesen. Lange hatte man nach einem Ersatz für die aussterbenden Drohner gesucht. Und dann war ihnen Timm erschienen und hatte ihnen eine Lösung aufgezeigt.
Timm, die Speerspitze der expansionswilligen Menschheit. Timm, der Forschungsreisende. Timm, der Held, der den Menschen die Zukunft sichern wollte.
Timm, der nun am Ende der Reise angekommen war. Auf einem Planeten, auf dem er für die heimischen Spezies niederste Dienste leisten musste. In einem Damenklo auf Murks, dessen Spezies kein Klopapier kannten.
Doch es gab einen schwachen Trost. Wenn er auch nie wieder zu den Menschen zurückkehren würde, sie würden ihm folgen. Längst waren riesige Frachtschiffe zur Erde unterwegs, um seinesgleichen in Massen nach Murks zu transportieren, wo man mit ihnen die Toiletten des Planeten bestücken wollte. Denn die Menschen eigneten sich ganz hervorragend. Sie waren zwar nicht weniger empfindlich als die Drohner, aber sie waren zahlreich, klein und geschickt.

Nicht viel Neues

Es gibt nicht viel Neues zu berichten. Das Romanprojekt nimmt so ziemlich meine ganze Zeit ein. Nebenher gibt es im Moment nur die BPShorties auf Twitter und einmal in der Woche die Bloggeschichten bzw. den Blogroman hier.

Nächste Woche soll es mit der Bloggeschichte übrigens ein bisschen in die Zukunft gehen.

Für alle Zeit

Foto: ardni

Als er ihre Lippen berührte, spürte er, welche Macht sie über ihn haben könnte, von jetzt an und für alle Zeit. Doch als er in ihre Augen schaute, sah er, dass sie diese nie ausnutzen würde, heute nicht und zu keiner Zeit.

So gab er sich ihr hin, beruhigt und zugleich erregt, begierig auf die neue Erfahrung. Jede Berührung ein Kribbeln auf der Haut und im Herzen. Ihre Fingerspitzen das Spiel junger Gräser im Pflasterstein, ihr Atem der Hauch kühlenden Windes im Bunker, ihre Küsse erfrischende Tropfen in der Wüste.

Und als ihre Blicke ihn in die Kissen lockten, flüsterte sie ihm den Traum einer nahen Zukunft ins Ohr, heute Nacht und für alle Zeit.

Als er ihre Lippen berührte, spürte er, welche Macht sie über ihn haben könnte, von jetzt an und für alle Zeit. Doch als er in ihre Augen schaute, sah er, dass sie sie nie ausnutzen würde, heute nicht und zu keiner Zeit.
So gab er sich ihr hin, beruhigt und zugleich erregt, neugierig auf die neue Erfahrung. Jede Berührung ein Kribbeln auf der Haut und im Herzen. Ihre Fingerspitzen das Spiel junger Gräser im Pflasterstein, ihr Atem der Hauch kühlenden Windes im Bunker, ihre Küsse erfrischende Tropfen in der Wüste.
Und als ihre Blicke ihn in die Kissen lockten, flüsterte sie ihm den Traum einer nahen Zukunft ins Ohr, heute Nacht und für alle Zeit.