Zooverführung

Ich habe schon hin und wieder ein bisschen darüber geflüstert: Ich wollte mich an einem selbst publizierten E-Book versuchen. Natürlich kam auch da viel dazwischen, zumal das Projekt ohnehin nur nebenbei lief. Es hat also eine ganze lange Weile gedauert, aber jetzt kann ich es präsentieren: Mein erstes, kleines E-Book, die Kurzgeschichte “Zooverführung“.

Ja, ihr seht richtig, wie ich ebenfalls schon andeutete, ist es unter dem Namen Bianca Philipp erschienen. Und darum geht es:

Einen Mann zu verführen wird nicht leichter, nur weil es im Zoo geschieht – ganz im Gegenteil. Schon bevor die Internetbekanntschaft überhaupt auf der Bildfläche erscheint, geht alles schief. Und es wird nur schlimmer. Ob das Antilopenziesel Rat weiß?

Das kleine Büchlein kostet nur minimale 0.89 Euro, schließlich ist es mein erstes Selfpublishing-E-Book, und ich muss erst einmal meine Erfahrungen machen. Dafür sieht es, wie ich finde, schon ganz passabel aus, was nicht zuletzt am tollen Coverfoto von Claudia Toman und der ebenso schönen Covergestaltung von Mascha Vassena liegt.

Bianca Philipp: Zooverführung

Spektakulär

Manchmal wünschte ich, ich könnte mir den Kopf meines virtuellen Gegenübers schnappen und ihn ab… Pardon, aufschneiden. Natürlich nur, um zu beobachten, was darin vorgeht. Denn das muss interessant sein bei einem Menschen, der mir eine Mail schreibt, laut derer es quasi meine Pflicht ist, alles stehen und liegen zu lassen,  um sofort einen Artikel, eine Rezension und was weiß ich noch alles über das – so wörtlich – “spektakuläre” Machwerk des Absenders, der mir völlig unbekannt ist, zu verfassen.

Nun, ich habe die vermeintliche Pflicht Pflicht sein lassen. Und das Aufschneiden (wie passend!) spare ich mir auch. Ist mir zu spektakulär.

Ein-Satz: Einen Moment schien es ihm …

Einen Moment schien es ihm, als ob sie lächelte. Aber er musste sich getäuscht haben, denn schon im nächsten Moment haftete die Trauer wieder an ihr und vermischte sich mit dem Regen, dem sie sich ohne jeden Schutz auslieferte, zu einem Bild der Verzweiflung.
„Oh, Herrin, bittet wartet! Ihr werdet ja ganz nass. Ich geleite Euch mit dem Schirm.“
Die Gräfin antwortete nicht, sah ihn gar nicht an.
„Kommt herein, sonst erkältet Ihr euch noch.“
Sie setzte ihren zarten nackten Fuß auf den matschigen Boden und schritt gemächlich zu den Stallungen, als wandere sie durch einen warmen Sommertag. Wie schlafwandelnd wirkte sie, derweil der Saum ihres weißen Kleides durch die Pfützen schleifte und sich dunkel färbte.
Wieder fiel es Gunther schwer, sich von dem Anblick loszureißen, aber endlich rannte er ins Haus, nur um sogleich wieder umzukehren. Er würde sie doch nicht mehr trocken in die Kutsche bekommen. Stattdessen stürmte er nun an ihr vorbei und winkte Diederich, er möge der Herrin mit dem Wagen entgegenkommen. Schweigend setzte sie sich, durchnässt wie sie war, in die Kabine und starrte auf die gegenüberliegende Wand.
Gunther lief nun wieder ins Haus, um die Koffer zu holen.

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Die ganze Geschichte

Entsorgte Hände und mehr

Shortys“Sie gab ihm die Hand. Sollte er sie doch entsorgen.”

Diesen und viele weitere Shortys findet ihr auf meiner Twitterseite BPshorties, auf die ich hiermit mal wieder ganz dezent hinweisen will.

Kürzer geht es kaum! Also vielleicht sogar etwas für diejenigen, denen meine Kurz- und Kürzestgeschichten und -szenen hier in meiner Schreibwelt schon zu lang sind. Und für alle anderen natürlich.

Viel Spaß beim Stöbern!